Dos and Don’ts

Tipps rund um deine Bewerbung

Wenn du eine Ausbildungsstelle ergattern willst, brauchst du überzeugende Bewerbungsunterlagen. Aber wie muss eine gute Bewerbung eigentlich aussehen? Worauf muss ich achten? Was muss unbedingt enthalten sein und was geht gar nicht? Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab und auf welche Fragen muss ich mich vorbereiten? Es ist gar nicht so einfach, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Vor allem dann nicht, wenn man als Schulabgänger noch gar keine Erfahrungen gesammelt hat. Wir helfen bei deinem Vorhaben und verraten dir, was zu einer guten Bewerbung gehört und was nicht. So viel sei schon einmal gesagt: Wenn du dir ausreichend Zeit nimmst und dich an ein paar Regeln hältst, ist das Erstellen einer guten Bewerbung gar nicht so schwer.

Sophie

Macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau

“Ich wollte auf jeden Fall eine anspruchsvolle Ausbildung anfangen, mit der ich später viel machen kann. Ich habe schnell festgestellt, dass die Ausbildung zur Industriekauffrau super zu mir passt!”

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Tipp #1

Weniger ist mehr

Du weißt, dass deine Wunschausbildung beliebt ist und du dich gegen einige Mitbewerber behaupten musst? Dann heißt es: auffallen. Aber nicht um jeden Preis. Und vor allem nicht mit einer überladenen Optik. Die Gestaltung deiner Bewerbungsunterlagen sollte einheitlich sein, das heißt optisch sollten sich Lebenslauf und Bewerbungsschreiben ähneln. Das kannst du zum Beispiel durch eine dezente Rahmenlinie in beiden Dokumenten oder eine individuelle Kopfzeile erreichen. Zudem sollten Schriftart und Schriftgröße übereinstimmen. Schau dich doch mal in Bewerbungsratgebern nach guten Vorlagen und Beispielen um. Hier bekommst du ein paar Anregungen, die du so oder so ähnlich umsetzen kannst. Egal für welches Design du dich entscheidest, grundsätzlich gilt: Schlicht und seriös soll es sein, nicht bunt und extravagant. Weniger ist mehr – auch wenn du bei kreativen Berufen durchaus etwas Spielraum hast. Wenn du auffallen und Konkurrenten ausstechen willst, solltest du das in erster Linie mit dem Inhalt deiner Bewerbung erreichen. Überzeuge mit deinen Talenten und guten Argument. Vor allem der erste Absatz im Bewerbungsschreiben ist wichtig. Das ist nämlich das, was sich der Personaler als erstes durchliest. Wenn du hier punktest, hast du den ersten wichtigen Schritt geschafft.

Tipp #2

Rechtschreibfehler gehen gar nicht

Deutsche Sprache, schwere Sprache! Selbst Muttersprachler haben oft Schwierigkeiten mit den Rechtschreib- und Grammatikregeln. Für diejenigen, die zuhause noch eine andere Sprache sprechen, ist die Herausforderung umso größer. Trotzdem gilt bei der Bewerbung: Rechtschreib- und Grammatikfehler können dich ganz schnell ins Abseits schießen. Warum? Weil sie vermuten lassen, dass du dir beim Erstellen der Unterlagen keine große Mühe gegeben hast. Und weil eine korrekte Schreibweise in vielen Ausbildungsberufen wichtig ist – zum Beispiel wenn du E-Mails schreiben oder Rechnungen verschicken musst. Ideal ist es also, wenn du deine Bewerbungsunterlagen von mindestens einer Person lesen lässt, die sich gut mit der korrekten Rechtschreibung auskennt. Wenn deine Eltern nicht die richtigen Ansprechpartner sind, frag doch einfach deine Lehrer, ob sie dir helfen können. In der Regel sind sie fit, wenn es um Kommasetzung sowie Groß- und Kleinschreibung geht. Außerdem sind sie es gewohnt, Fehler zu finden und zu korrigieren. Nutze das zu deinem Vorteil!

Ausbildungs­platz

Berufswahl

Bewerbungs­­schreiben

Motivations­­­­schreiben

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Initiativ­bewerbung

Lebens­lauf

Vorstellungs­gespräch

Einstellungs­test

Ausbildungs­events

Tipp #3

Selbstbewusst sein und Fragen stellen

Den Mutigen gehört die Welt. Und den Selbstbewussten oft der Ausbildungsplatz. Schüchterne, graue Mäuschen haben eher schlechte Karten. Damit ist nicht gemeint, dass du schrill aussehen und vom Wesen her laut und fordernd sein musst. Wichtig ist einfach, dass du auf Menschen zugehen kannst und dich traust, von dir zu erzählen und Fragen zu stellen. Dein Traumunternehmen bietet gerade keinen Ausbildungspatz an? Ruf an und frag ob du dich trotzdem initiativ bewerben kannst. Du bist auf einer Berufswahlmesse und hast den ersten Kontakt geknüpft? Frag nach einer Visitenkarte deines Gesprächspartners und lass deinen Lebenslauf da. Im Vorstellungsgespräch geht es um deine schulische Extrarunde? Kein Problem, aus Fehlern lernt man. Du kennst deine Schwächen und weißt mit ihnen umzugehen. Wer mit sich im Reinen ist und seine Fähigkeiten und Kenntnisse kennt, hat es leichter sie anderen zu präsentieren. Schreibe auf, wer du bist und was du gut kannst. Stelle dich dann vor den Spiegel und formuliere Sätze, mit denen du überzeugen kannst – ein gerader Rücken und eine feste Stimme helfen dabei. Achte dabei auch auf deine Gestik und Mimik! Du kannst auch im privaten Kreis mit Familie und Freunden alle möglichen Situationen nachstellen und das Sprechen üben. Sie können dir auch gleich Rückmeldung geben, was gut läuft und was vielleicht noch verbesserungswürdig ist.

Tipp #4

Social Media sinnvoll nutzen

Instagram, Whatsapp, TikTok und Co. sind ideale Plattformen, um sich selbst darzustellen und mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Für das Privatleben ist das eine ziemlich gute Sache. Allerdings hat auch schon so manch ein Chef auf all diesen Kanälen nach Bewerbern gesucht und ist auf seiner Meinung nach nicht ganz so schöne Inhalte gestoßen: Bilder mit sehr viel Haut, Fotos von durchzechten Partynächten oder in provozierenden Posen. Du solltest dir darüber bewusst sein, dass das einen nicht ganz so guten Eindruck hinterlässt. Auch abfällige Bemerkungen über andere Personen und ehemalige Chefs kommen nicht gut an. Bei politischen oder religiösen Statements solltest du ebenso vorsichtig sein. Wichtig: Check unbedingt deine Privatsphäre-Einstellungen und sorge dafür, dass dein Profil nur für einen bestimmten Personenkreis zugänglich ist. Selbstverständlich können Social-Media-Kanäle bei der Bewerbung auch hilfreich sein. Wenn du auf deinen Kanälen zum Beispiel künstlerisches Talent unter Beweis stellst und deine Werke auf diesem Weg veröffentlichst. Für angehende Bauzeichner oder Mediengestalter zum Beispiel ist das eine tolle Präsentationsmöglichkeit.

Tipp #5

Bleibe bei der Wahrheit

Gerade als Schülerin oder Schüler ist es nicht einfach, das eigene Können zu belegen. Im besten Fall hast du schon Praktika gemacht, die du angeben kannst. Oft aber fehlen solche praktischen Erfahrungen. Was dann? Mach dir keine Sorgen, jeder hat mal klein angefangen. Stehe zu dem, was du gemacht hast oder eben auch nicht. Es macht keinen Sinn, Stationen im Lebenslauf zu erfinden, nur damit sie auf dem Papier stehen. Außerdem musst du alles, was du angibst, auch belegen können. Praktika, Workshops, Nebenjobs, Ehrenämter – all das fügst du in Form eines Zeugnisses oder einer Bestätigung bei. Es ist sogar möglich, dass der Personaler bei einem deiner ehemaligen Arbeitgeber anruft, um sich nach dir zu erkundigen. Sollte sich eine deiner Angaben als falsch herausstellen, wird es nicht nur peinlich – du hast auch keine Chance mehr, die Stelle zu bekommen. Selbst erfundene Hobbys lassen sich schnell mit einer gezielten Frage enttarnen. Bleibe bei der Wahrheit und zeige stattdessen, wie motiviert du bist. Erkläre, warum du unbedingt in der Branche, in dem Fachbereich oder in dem Beruf arbeiten möchtest und warum genau das Unternehmen so gut zu dir passt. Mit Persönlichkeit und Ehrgeiz schaffst du den Einstieg problemlos auch ohne Schummelei.