Online-Bewerbung

Bewerbung per E-Mail und Webformular

Finde zuerst mehr über dich selbst heraus

Die klassische Bewerbungsmappe mit gedrucktem Inhalt hat heutzutage in etlichen Unternehmen ausgedient. Stattdessen verlangen viele Personaler von ihren Kandidaten eine Online-Bewerbung – entweder per E-Mail oder per Webformular. Wir erklären dir die Besonderheiten beider Varianten der Online-Bewerbung.

Du fragst dich, wann eine Online-Bewerbung Sinn macht? Wenn du in einer Stellenanzeige keine Hinweise darauf findest, dass die Bewerbungsunterlagen per Post eingereicht werden sollen, kannst du davon ausgehen, dass du dich online bewerben sollst. Der Vorteil einer Online-Bewerbung ist, dass du dir die Papierkosten, das Porto und den Gang zur Post sparst. Allerdings macht sie genauso viel Arbeit wie eine gedruckte Bewerbung, denn inhaltlich gibt es keine Unterschiede. Sie sollte ebenso wenig Rechtschreibfehler enthalten und auch für deine Online-Bewerbung benötigst du ein Anschreiben, einen Lebenslauf und deine eingescannten Schul- und Praktika-Zeugnisse. All diese Dokumente werden als Anhang versendet, aber nicht einzeln sondern in einer PDF-Datei (auch das Bewerbungsschreiben gehört als eigene Seite hinein). So machst du es dem Personaler einfacher. Zum Erstellen des PDFs kannst du auf kostenfreie Programme wie zum Beispiel den PDF24 Creator zurückgreifen. Achte am besten darauf, dass dein Anhang nicht die Gesamtgröße von 5 MB überschreitet. Es kann sonst passieren, dass er aufgrund der Größe nicht ankommt. Am besten benennst du die Datei auch gleich so, dass der Personaler sie dir nach dem Abspeichern sofort zuordnen kann. Eine Möglichkeit ist die Variante „Bewerbungsunterlagen_Martina Mustermann“.

Tipps rund um die Online-Bewerbung per E-Mail

Wenn du deine Online-Bewerbung per E-Mail versendest solltest du auf ein paar weitere Details achten. Als E-Mail-Text reicht eine kurze Info wie etwa: “Sehr geehrte Frau Meier, ich bewerbe mich hiermit auf die von Ihnen in der Neuen Westfälischen ausgeschriebene Ausbildungsstelle zum/zur Bürokaufmann/-frau vom 10. April. Meine Bewerbungsunterlagen finden Sie im Anhang dieser E-Mail. Mit freundlichen Grüßen, Martina Mustermann.” Die Betreffzeile der E-Mail sollte identisch sein mit der Bezeichnung der Stellenausschreibung und zudem darüber informieren, wo du die Stelle gefunden hast (Beispiel: Ausbildung zum/zur Bürokaufmann/-frau – Ihre Stellenanzeige in der Neuen Westfälischen vom 10. April). Benutze unbedingt eine seriöse E-Mail-Adresse. Wenn Bewerbungen von einer partykönigin2006@beispiel.de oder counterstrike-champion@beispiel.de eingehen, macht das beim Personaler nicht gerade den besten Eindruck. Verwendest du neben einer ansprechenden E-Mail-Adresse auch noch eine Signatur mit deinem Namen, deiner Adresse und deiner Telefonnummer, sieht deine E-Mail-Bewerbung schon viel professioneller aus.

Tipps für deine Online-Bewerbung über ein Webformular

Vor allem größere Firmen, die in der Regel viele Bewerbungen bekommen, nutzen Online-Formulare für die Bewerbungen. Hierbei gibt es vorgegebene Felder, in denen du alle wichtigen Infos über dich wie persönliche Daten, deinen Schulabschluss und praktische Erfahrungen einträgst. Achte unbedingt darauf, wenn möglich alle Felder auszufüllen. Deine Zeugnisse und deinen Lebenslauf kannst du in der Regel hochladen und mitsenden. Auch hier gilt: Besser nur ein PDF abschicken und sinnvoll benennen. Ob du dein Anschreiben zusätzlich im Online-Formular hochlädst hängt davon ab, ob es noch ein Freitext-Feld gibt. Wenn ja, dann kopiere den Text deines Anschreibens einfach dort hinein. Oft sind Freitext-Felder in der Zeichenzahl begrenzt. Versuch also dein Anschreiben kurz und knackig zu verfassen. Auf manchen Formularen gibt es zudem eine zeitliche Begrenzung. Damit du nicht durch ein Time-Out aus dem Vorgang gekickt wirst, solltest du vorab schon einmal alles soweit vorbereiten, dass du zügig mit dem Ausfüllen und Hochladen vorankommst. Auch wenn hierbei kein Raum für individuelle Handschriften ist – es gibt definitiv Vorteile so einer Online-Bewerbung übers Webformular: Du bekommst nach dem Absenden direkt eine Eingangsbestätigung und kannst vielleicht sogar über ein so genanntes Bewerberkonto den Status deiner Online-Bewerbung verfolgen.

Online-Bewerbung mit Hilfe einer eigenen Webseite

Es gibt außerdem die Möglichkeit, eine eigene Bewerber-Homepage anzulegen. Hier kannst du Infos zu deiner Person, Schulausbildung und praktischen Erfahrung unterbringen. Diese Homepage musst du nicht zwingend selbst programmieren. Schau dich doch einfach nach Anbietern um, die so eine Bewerbungs-Webseite in Form eines Baukasten-Prinzips anbieten. Vielleicht bietet ja auch dein Provider eine solche Option an? Die Dienste gibt es zum Teil kostenfrei (mit eingeschränkten Funktionen) aber auch für einen überschaubaren monatlichen Betrag (je nach Anbieter zwischen 5 und 8 Euro plus eventuelle Einmalzahlungen), können sich aber durchaus lohnen. Vor allem für diejenigen, die sich in kreativen Branchen oder im IT-Bereich bewerben wollen, kann das ein toller Nachweis des eigenen Könnens sein. Ein Muss ist das Ganze aber nicht. Den Link zu deiner Bewerbungshomepage kannst du zum Beispiel im Bewerbungsschreiben deiner schriftlichen Bewerbung bzw. im Anschreiben deiner Online-Bewerbung per E-Mail oder Webformular angeben.